Inklaim Funktionen Zeichnungsblätter aus 3D
Zeichnungsblätter aus 3D-Modellen
Sie laden die STEP- oder IGES-Datei des Mandanten hoch und wählen die Ansichten: Inklaim erzeugt orthogonale und axonometrische Ansichten, Schnitte A-A mit Schnittlinie, Explosionsdarstellungen, verdeckte Kanten und Detailansichten und ordnet sie im gleichen Maßstab auf dem Zeichnungsblatt an – mit den Bezugszeichen, die bereits im Text der Anmeldung verwendet werden.
Kurz gesagt
Inklaim ist eine Web-Software eines in Turin gegründeten italienischen Start-ups, die Entwürfe von Patentzeichnungen erstellt – geprüft nach den Regeln von EPA, UIBM, USPTO, PCT, CNIPA und KIPO – aus 3D-CAD-Modellen (STEP/IGES), DXF- oder Vektor-PDF-Dateien, Fotos eines Gegenstands, Skizzen und Patentansprüchen.
Das 3D-Modell liegt in der Konstruktionsabteilung des Mandanten meist schon vor: Die Ansichten für die Einreichung leiten Sie aus dieser Datei ab, statt sie neu zu zeichnen.
Wie kommt man von einer STEP-Datei zu Patentzeichnungen? Sie laden die STEP- oder IGES-Datei hoch, wählen Ansichten, Detaillierungsgrad und Schnittebenen, und Inklaim ordnet die Figuren im gleichen Maßstab auf dem Blatt an. Die Linien stammen aus der Geometrie des Modells, nicht von der KI; der Patentzeichner überarbeitet den Entwurf, der Patentanwalt gibt ihn frei.

Der Ablauf
Sie arbeiten im Browser (Chrome oder Edge), ohne Installation. Jeder Schritt hat eine Vorschau.
Getestet mit echten Dateien aus SolidWorks, Inventor und Siemens NX. Das Modell wird in einem separaten Prozess verarbeitet, mit Zeit- und Speicherlimits.
Die Ansichten
Alle entstehen aus derselben Geometrie und sind daher untereinander konsistent.
Vorderansicht, Rückansicht, Draufsicht, Untersicht und Seitenansichten, nach der europäischen Projektionsmethode. Nur scharfe Kanten und Umrisse, ohne tangentiale Übergangskanten.
Die axonometrische Ansicht für die Gesamtfigur oder eine Ansicht mit frei wählbarer Drehung und Neigung.
Die Teile der Baugruppe auseinandergezogen, jedes mit seinem Bezugszeichen, auf einem eigenen Blatt.
Die Schnittlinie mit ihren Buchstaben erscheint in der Bezugsansicht; der Schnitt ist bereits schraffiert.
Eine Einzelheit, vergrößert von 2× bis 5×, mit Kreis und Buchstabe in der Figur, aus der sie stammt.
Verdeckte Kanten gestrichelt, und Teile, die nur in einzelnen Ansichten ausgeblendet sind, zum Beispiel das Gehäuse.
Schnitte
Sie verschieben die Schnittebene in einer Vorschau des Modells und sehen das Ergebnis sofort. Inklaim setzt die Linie A-A in die Bezugsansicht und schraffiert die Schnittflächen. Weitere Schnitte, B-B und folgende, lassen sich hinzufügen.
Für das EPA darf die Schraffur das Lesen der Bezugszeichen nicht behindern (Art. 1 (2) b) des Beschlusses des Präsidenten des EPA vom 7. Juli 2025, ABl. EPA 2025, A49). Nach den Prüfungsrichtlinien A-IX, 7.3.1 können die Enden der Schnittlinie auch eine römische Ziffer tragen, die der Nummer der Figur mit dem Schnitt entspricht.
Für das USPTO sollte die Schraffur vorzugsweise unter 45° verlaufen (37 CFR 1.84(h)). Die Linie bleibt im Editor bearbeitbar.

Blattaufteilung
Die Figuren eines Blatts entstehen gemeinsam: Fig. 1A, 1B, 1C, aus demselben Modell, im gleichen Maßstab, nach der europäischen Projektionsmethode.
Das EPA verlangt mehrere Figuren pro Blatt ohne Platzverschwendung und dass jede Einzelheit bei einer Verkleinerung auf zwei Drittel erkennbar bleibt (Art. 1 (2) h) und c), ABl. EPA 2025, A49).
Details, die die Anmeldung nicht braucht, entfernen Sie mit der Vereinfachung der Patentfiguren →



Export
Sie wählen das Amt (EPA, UIBM, USPTO oder PCT) und die Sprache der Texte. Die Zeichnung bleibt eine einzige; die Bezugszeichen ändern sich nicht.
Ausgegeben wird ein PDF für die Einreichung, ein SVG, ein DXF mit Layern oder ein ZIP der Akte. Vorher prüft die Formalprüfung nutzbare Fläche, Schrifthöhe, Linienstärken, Beschriftungen, Blattnummern und nicht unbedingt erforderliche Textangaben.
Ein EPA-Blatt mit 1,5 cm rechts und 1 cm unten erfüllt die 2,5 cm auf jeder Seite nach Art. 22 des italienischen Ministerialdekrets D.M. 33/2010 (UIBM) nicht wörtlich. Deshalb wird die Blattaufteilung erst beim Export gewählt.
Es sind Entwürfe, geprüft nach den Formvorschriften: Die abschließende Prüfung bleibt beim Patentanwalt.
| Anforderung | EPA | PCT | USPTO | UIBM |
|---|---|---|---|---|
| Ränder (oben, links, rechts, unten) | 2,5 / 2,5 / 1,5 / 1 cm | 2,5 / 2,5 / 1,5 / 1 cm | 2,5 / 2,5 / 1,5 / 1,0 cm | mindestens 2,5 cm auf allen Seiten |
| Höhe von Ziffern und Buchstaben | mindestens 0,32 cm | mindestens 0,32 cm | mindestens 0,32 cm (1/8") | für Zeichnungen nicht festgelegt |
| Blattnummerierung | arabische Ziffern, oben mittig | „1/3“, „2/3“… | „1/3“, oben mittig | fortlaufend |
| Figurenbezeichnung | FIG 1, FIG 1A | arabische Ziffern | FIG. 1 | fortlaufende Nummerierung |
Quellen: ABl. EPA 2025, A49, Regel 11 PCT (Englisch), PCT-Verwaltungsvorschriften, Abschnitt 207 (Englisch), 37 CFR 1.84, Art. 22 D.M. 33/2010. Regel 46 EPÜ ist seit dem 1. Februar 2023 gestrichen. Ratgeber: EPA-Anforderungen an Patentzeichnungen, italienische Patentzeichnungen (UIBM).
Stand: Oktober 2026

Der Vergleich
Anschließend prüft die Konsistenzprüfung der Patentzeichnungen, ob dasselbe Bezugszeichen in jeder Figur dasselbe Teil bezeichnet, und vergleicht die Maße zwischen den Ansichten mit einer Toleranz von 3 %.
Das Video
Video auf Englisch, 5 Minuten und 19 Sekunden; die Zeichnungsblätter aus dem 3D-Modell sind die zweite der fünf gezeigten Aufgaben. Die Oberfläche ist in acht Sprachen verfügbar, auch auf Deutsch.
Das ist Inklaim, das Zeichenbüro für europäische Patentanwaltskanzleien. Es erstellt die Zeichnungsblätter für die Einreichung aus dem, was die Kanzlei bereits hat: dem 3D-Modell des Mandanten, der technischen Zeichnung, den Patentansprüchen.
Heute sind die Figuren der handwerklichste Teil einer Akte: Stunden, um Ansichten neu zu zeichnen, die es schon gibt, Regelwerke der Ämter, ähnlich, aber nicht gleich, und ein einziges falsches Bezugszeichen reicht für eine Beanstandung.
Patentzeichner haben uns die fünf Arbeiten genannt, die sie am liebsten erleichtert hätten. Sehen wir sie uns in der Anwendung an.
Eins: die Figuren vereinfachen.
Aus dem 3D-Modell des Mandanten wählen Sie den Detaillierungsgrad. Mit „Essential“ verschwinden kleine Bohrungen, Fasen und Rundungen, ebenso die Gewinde. Und Schrauben und Unterlegscheiben werden von selbst entfernt. Hier dieselbe Ansicht: links vollständig, rechts auf das Wesentliche reduziert.
Dasselbe gilt für die Werkstattzeichnung, als DXF oder Vektor-PDF. Bemaßung, Beschriftung, Schriftfeld, Mittellinien und Schraffuren verschwinden von selbst. Vor dem Bestätigen sehen Sie farbig, was entfernt wird und wie jede Ansicht aussehen wird.
Und wenn die Zeichnung des Mandanten voller gleicher Objekte ist, wie diese dreihundert Bohrungen? Wählen Sie eines aus, und „Select identical“ findet jede Kopie, auch gedreht oder gespiegelt. Prüfen Sie die Auswahl und löschen Sie alle auf einmal. Mit KI, wenn sie eingeschaltet ist, schreiben Sie es einfach: „all the brackets along the rail“ (alle Halterungen entlang der Schiene).
Zwei: Zeichnungsblätter aus dem 3D-Modell.
Laden Sie die STEP-Datei hoch und wählen Sie die Ansichten, auch axonometrische Ansicht und Explosionsdarstellung. Für den Schnitt wählen Sie die Ebene in einer Vorschau: Die Schnittlinie A-A erscheint von selbst. Und mehrere Ansichten auf einem Blatt, im gleichen Maßstab; die Explosionsdarstellung bekommt ein eigenes Blatt.
Hier ein so erzeugtes Blatt. Bereits angeordnet, mit vier Ansichten im gleichen Maßstab. Die Teile tragen die Bezugszeichen, die bereits im Text der Anmeldung verwendet werden. Und das Blatt bleibt bearbeitbar, auch in AutoCAD.
Und wenn der Mandant nur den Gegenstand hat? Zwei oder drei Fotos genügen. Inklaim löst den Gegenstand vom Hintergrund und schlägt die Linien vor: Ein Klick übernimmt die echten. Mit KI, wenn sie eingeschaltet ist, unterscheidet sie selbst echte Kanten von Spiegelungen und benennt die Teile. Eine Zeichnung pro Foto, mit denselben Bezugszeichen. Und bei Drehteilen ergeben die Fotos ein 3D-Modell, mit der an jedem Foto gemessenen Übereinstimmung.
Drei: Konsistenz zwischen den Ansichten.
Der Reiter „Checks“ vergleicht alle Figuren der Akte und den Text. Er findet dasselbe Bezugszeichen für verschiedene Teile oder dasselbe Teil mit verschiedenen Bezugszeichen. Er meldet Figuren, die zitiert werden, aber nicht existieren oder nicht in der richtigen Reihenfolge stehen. Er vergleicht die Maße zwischen den Ansichten: Hier ist eine um zehn Prozent schmaler. Und von jeder Warnung gelangen Sie direkt zu der Stelle, die korrigiert werden muss.
Vier: automatische Nummerierung.
Verschieben Sie eine Figur, und alle anderen werden neu nummeriert. Vor dem Speichern zeigt Inklaim jeden Verweis im Text, der sich ändert. Und Sie wählen, welche aktualisiert werden. Wenn Sie abbrechen, bleibt alles, wie es war.
„Renumber all“ vergibt die Bezugszeichen neu in der Reihenfolge, in der die Teile erscheinen, auch nach dem eigenen Schema der Kanzlei, zum Beispiel nur gerade Zahlen. Figuren, Beschreibung und Ansprüche ändern sich gemeinsam, und alles lässt sich sofort rückgängig machen.
Fünf: die Texte in den Zeichnungen.
Alle Texte der Figuren stehen in einer einzigen Tabelle, mit den Übersetzungen daneben. Begriffe werden in allen Figuren gleichzeitig gesucht und ersetzt, und vor dem Bestätigen sehen Sie jede Änderung, Figur für Figur. Ist die KI eingeschaltet, übersetzt sie die Texte nach dem Glossar und den Ansprüchen.
Und aus den Verfahrensansprüchen ist das Flussdiagramm in wenigen Sekunden fertig. Mit bereits nummerierten Schritten, S100, S102 und so weiter. Ohne KI, direkt aus dem Text; danach bearbeiten Sie es wie jede andere Zeichnung.
Wenn das Blatt fertig ist, exportieren Sie es für die Einreichung. Wählen Sie das Amt, und Blattformat, Ränder und Beschriftungen folgen seinen Regeln. Auch China und Korea, mit den Bildern für die elektronische Einreichung. Dann die Sprache der Texte: Es gibt nur eine Zeichnung, und die Bezugszeichen ändern sich nie.
Akten, Dateien und Backups werden in der Europäischen Union gespeichert, und die KI arbeitet in Europa. Die KI ist optional, und wann immer sie eingesetzt wird, wird das offengelegt. Und keine Linie ist erfunden: Jede stammt aus dem Modell, der Zeichnung, der Skizze oder den Fotos.
Wir schlagen eine vierwöchige Testphase vor, mit einer Gruppe von drei bis sechs Patentzeichnern und Patentanwälten, an bereits eingereichten und veröffentlichten Akten, die mit Inklaim neu erstellt werden. Gemeinsam messen wir die eingesparte Zeit und die Qualität der Zeichnungsblätter.
Probieren wir es an echten Patenten aus. Wenn Sie interessiert sind, wählen wir gemeinsam die drei Akten aus und legen los.
Häufige Fragen
STEP, IGES und BREP, auch Baugruppen und Modelle in Zoll. Native Dateien aus SolidWorks, Inventor oder Creo müssen zuerst als STEP oder IGES exportiert werden.
Nein. Die Ansichten aus dem CAD-Modell werden deterministisch aus der Geometrie berechnet: Keine Linie wird erfunden. Die KI ist optional, wird pro Kanzlei eingeschaltet und arbeitet an Texten, zum Beispiel Übersetzungen; außerdem schlägt sie Bezugszeichen und visuelle Prüfungen vor, die Sie bestätigen.
Es sind bereits angeordnete Entwürfe, geprüft nach den Formvorschriften des gewählten Amts. Der Patentzeichner überarbeitet sie, der Patentanwalt gibt sie frei, die Einreichung bleibt bei der Kanzlei. Die Annahme durch das Amt ist nicht garantiert.
Sie zahlen für die fertige Figur, wenn Sie sie für die Einreichung exportieren; erneute Exporte sind 12 Monate lang kostenlos. Der Tarif „Pro Akte“ kostet 49 € pro Akte (bis zu 10 Figuren; ohne Umsatzsteuer, italienische Pauschalregelung); die kostenlose Testphase dauert 14 Tage. Alle Tarife auf der Seite Preise.
Das Pilotprojekt
Im 4-wöchigen Pilotprojekt erstellen 3 bis 6 Personen Ihrer Kanzlei die Zeichnungsblätter von 3 bereits veröffentlichten Patenten mit Inklaim neu, und wir vergleichen gemeinsam Zeitaufwand und Qualität. Wir starten nach Abschluss einer Vertraulichkeitsvereinbarung.